Kirchberg Forum

Sonderkonzert
am 14. Mai 2002, 19:30 Uhr
Kirche zu Kirchberg in Lollar-Ruttershausen



Tabea Zimmermann, Viola
und ihre Meisterschüler

Tabea Zimmermann in der Kirchberger Kirche
Foto: Barbara Klemm, FAZ

spielen Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Béla Bartók, Yehezkel Braun, George Benjamin, u.a.


Wenn der Name Tabea Zimmermann auf Plakaten und in Programmheften zu lesen ist, beginnen die Augen der Konzertbesucher zu leuchten. Ihre Rundfunk- oder CD-Aufnahmen stellen wie von allein immer wieder eine warme, ganz eigentümliche Verbindung zu ihr her, als sei sie die Musik selbst. Kein Wunder, doch ein Glück: Dass die Bratscherin so erfolgreich und bekannt geworden ist, hat sie ihrer besonderen Begabung, der Förderung in ihrem Elternhaus, ihrer Ausbildung bei hervorragenden Lehrern und ihrem eigenen unermüdlichen Fleiß zu verdanken. Ihr tiefes Verständnis der Musik überträgt sich Dank ihrer sympatischen, offenen Ausstrahlung wie von selbst auf ihr Publikum.

Ein Rückblick: Als Dreijährige erhielt sie ersten Bratschenunterricht, mit fünf begann sie, Klavier zu spielen. Als sie dreizehn war, studierte sie schon bei Ulrich Koch an der Freiburger Musikhochschule, danach kurz und internsiv bei Sándor Végh am Mozarteum Salzburg, bevor gleich eine Reihe von Wettbewerbserfolgen ihre Ausbildung krönte. Bei den Wettbewerben in Genf (1982) und Budapest (1984) erhielt sie jeweils den ersten Preis, auch beim Wettbewerb "Maurice Vieux" in Paris (1983), bei dem sie jene wunderbare Bratsche (Etienne Vatelot, 1980) errang, mit der sie seither überall auf der Welt, bei Festivals, im Rahmen von Abonnementkonzerten und zu ganz besonderen Anlässen musiziert. Sie ist als Solistin Gast der renommiertesten Orchester, liebt es aber auch, mit ihren Kollegen -darunter Pamela Frank, Hartmut Höll, Heinz Holliger, Steven Isserlis- Kammermusik zu spielen. Sehr gern und oft musizierte sie mit ihrem leider viel zu früh verstorbenen Ehemann und Vater ihrer beiden Söhne Yuval und Jonathan, dem Dirigenten David Shallon. Eine außergewöhnliche musikalische Erfahrung der jüngeren Vergangenheit war für sie, im Dezember 2001 im Beethoven-Haus (Bonn) ein Konzert auf Ludwig van Beethovens Bratsche spielen zu können.

    Viele Komponisten unserer Zeit finden in Tabea Zimmermann immer wieder eine aufgeschlossene Partnerin, die neuen Werken sehr erfolgreich den Weg ins Repertoire eröffnet. So spielte sie im April 1994 die Uraufführung der für sie komponierten Sonate für Viola solo von Györgi Ligeti, der zahlreiche Erstaufführungen in London, New York, Paris, Amsterdam und in Japan folgten, allesamt beim Publikum und in der Presse enthusiastisch aufgenommen.

Erst jetzt, im Januar 2002, hat sie drei Urauführungen gespielt : RECICANTO für Viola und Orchester von Heinz Holliger, das BRATSCHENKONZERT von Sally Beamish und TENEBRE von Matthias Pintscher. Im Frühjahr wird sie am Kurtág Festival in der Londoner South Bank teilnehmen.
Für ihr künstlerisches Wirken ist Tabea Zimmermann sowohl in Deutschland als auch im Ausland mehrfach ausgezeichnet worden. Zahlreiche CDs, die ihre künstlerische Vielseitigkeit dokumentieren, sind derzeit leider vergriffen, jedoch sind gerade einige Neuerscheinungen in Zusammenarbeit mit den Labels Capppricio und BIS in Vorbereitung.

Nachdem sie vor Jahren bereits an der Musikhochschule Saarbrücken unterrichtet hatte, ist sie seit 1994 Professorin an der Frankfurter Musikhochschule. Jetzt bereitet sie sich mit Lust und Energie auf einen Neubeginn vor: Im September 2002 wird Tabea Zimmermann die Professur für Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik " Hans Eisler" in Berlin übernehmen.



nach: Mattis Dänhardt (Februar 2002)
 


Veranstalter: Heinz Bauer, Kirchberg 2, 35457 Lollar, Fon 06406-75946 / Fax 06406- 907838 info@kirchbergforum.de

Eintrittspreis: Euro 21,-/ erm. Euro 12,- im Vorverkauf; Euro 25,- /15,- an der Abendkasse
Vorverkauf durch Überweisung des Betrages auf das Sonderkonto 66077900.
(Dr. Heinz Bauer) Volksbank Gießen (BLZ 51390000), Stichwort Tabea Zimmermann


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