Kirchberg Forum

Sonderkonzert am 17. November 2000, 20 Uhr - Kirche zu Kirchberg in Lollar-Ruttershausen


Boris Pergamenschikow spielt die Suiten für Violoncello allein:


Nr. 2 d-Moll, BWV 1008
Nr. 3 D-Dur, BWV 1009
Nr. 6 D-Dur, BWV 1012

von
Johann Sebastian Bach




  Der Violoncellist wurde 1948 in Leningrad (St. Petersburg) geboren und studierte am dortigen Konservatorium bei Emanuel Fischmann. Bereits als Student konzertierte er mit den führenden Orchestern in Moskau und Leningrad. Seine internationale Karriere begann 1974, als er den Ersten Preis und die Goldmedaille beim 5. Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau gewann. Nach seiner Emigration in den Westen 1977 intensivierte er seine Konzerttätigkeit in der ganzen Welt. Boris Pergamenschikow ist gefeierter Gast der wichtigsten Musikmetropolen und Festivals von Berlin bis Tokyo und von Salzburg bis Jerusalem. Nach seinem Debüt in New York schrieb "The New York Times" 1984 von einem "Weltklasse-Cellisten in jeder Hinsicht: Seine Wiedergaben sind technisch, klanglich, musikalisch und interpretatorisch auf einem Niveau, das nur von ganz wenigen Cellisten erreicht wird." Zu den bedeutenden Festivals, auf welchen er Gast war, zählen die Salzburger Festspiele, BBC Proms, Edinburgh Festival, Berliner Festwochen, Wiener Festwochen, Schleswig-Holstein Musik Festival und Carinthischer Sommer. Er gab Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Royal Philharmonic Orchestra London, dem Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks, BBC Symphony Orchestra, NHK Tokyo, Orchestre National de France und der Tschechischen Philharmonie. Sehr wichtige Anregungen erhielt Boris Pergamenschikow als Solist bzw. Kammermusiker in Zusammenarbeit mit Persönlichkeiten wie Claudio Abbado, dem Amadeus-Quartett sowie Alban-Berg-Quartett, Gidon Kremer, Witold Lutoslawski, Yehudi Menuhin, Krzysztof Penderecki, Mstislaw Rostropovitch, András Schiff und Sándor Végh. Platten und CDs spielte er für die Labels Chandos, Decca, EMI, Orfeo und Sony classical ein. In den Sinfoniekonzerten der Essener Philharmoniker war er zuletzt 1995 mit Schostakowitschs Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 zu hören.
Neben seiner Konzerttätigkeit leitet Boris Pergamenschikow viele Jahre eine Meisterklasse an der Musikhochschule in Köln und gab zahlreiche Meisterkurse in Deutschland, England, Japan und in der Schweiz.
Seit 1998 ist er Professor an der Hochschule für Musik "Hans Eisler" in Berlin.


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